Review – TO 1×20 A Closer Walk With Thee

 

Der Tag von Kierans Beerdigung!

 

Bei der gefühlvollen Musik des Folk-Trios „The Wailin’ Jennys” und dem Lied „Long time traveller” verabschieden sich die Trauergäste am offenen Sarg Kierans in der St. Annes Kirche.
Der Szene wird genügend Raum gegeben damit die traurige, doch auch so typisch irische Musik ihre Wirkung entfalten kann.
Klaus kommt als letzter in die Kirche und eine trauernde Cami lässt sich zum Trost von ihm sanft auf die Wange küssen. Doch dann sieht Klaus zum Sarg und muss feststellen, dass er mittlerweile schon geschlossen ist. Er zögert einen winzigen Moment, doch er will sich von Kieran verabschieden und so öffnet er ihn wieder …
Aber anstatt des toten Priesters liegt ein lebendes und wirklich äußerst süßes Baby darin, dass ihn mit großen blauen Babyaugen anstrahlt. Seine Tochter!
Und dann sieht man ein Ausdruck auf Klaus‘ Gesicht, den man noch nie gesehen hat. Der Ausdruck eines liebenden Vaters.
Seine Kaltschnäuzigkeit und die harschen Worte von einst „Jeder König braucht einen Erben“, sind in diesem Augenblick für alle Zeiten verschwunden. Dieses kleine, hilflose Wesen schafft es mit einem Babylächeln was niemand zuvor geglückt ist. Sie wickelt Klaus um den kleinen Finger, manipuliert ihn nach Baby-Art und lässt sein Herz vor Liebe überströmen.

 

Ich habe mir oft überlegt, wie Klaus wohl auf das Baby reagieren würde … immerhin war ihm dessen Leben zu anfangs völlig egal … doch ich dachte mir schon, dass der harte Kerl zu Wackelpudding wird, wenn das Kleine erst einmal in seinen Armen liegt.

 

Vorsichtig greift er nach dem kleinen Geschöpf, um es in den Arm zu nehmen und genau in diesem Moment bohrt sich der Weißeichenpfahl von hinten in sein Herz. Sterbend dreht er sich halb um und sieht in das höhnische Gesicht von Mikael …
Entsetzt wacht Klaus auf. Alles war ein einziger Alptraum gewesen.

Genevieve lehrt die drei Junghexen (Davina, Monique und das immer noch namenlose Harvest-Girl) etwas über die „Andere Seite“. Was sie erzählt ist jedem TVD-Zuschauer nicht fremd. Der Tod bringt den übernatürlichen Geschöpfen keinen Frieden oder Licht, sondern zwingt sie in einer Art Fegefeuer zu verweilen. Dort sind sie allein und von allen anderen getrennt und müssen zusehen, wie es bei den Lebenden weitergeht, ohne je eingreifen zu können.
Menschen allerdings finden Erlösung … oder auch nicht.
Doch es gibt eine Ausnahme: Die Ahnen der Hexen … auf alle Fälle der Hexen aus New Orleans. Sie wurden in der Erde geweiht und konnten ihre Macht damit auffüllen.
Sie sollten also öfters daran denken, dass sie nicht alleine sind, sondern immer stille Beobachter der anderen Seite bei sich haben.

 

Das ist echt gruslig … ich persönlich möchte wirklich nicht ständig beobachtet werden.

 

Genevieve schickt die drei zurück zu ihren Hexenstudien und will selbst auf die Beerdigung des Priesters gehen … auf die „Wake“, wie es in irischen Kreisen heißt.
Monique zeigt auch hier wieder, was sie für ein kleines Biest ist. Es interessiert sie nicht die Bohne, was mit Kieran oder sonst einem dummen Menschen passiert ist. Oder ob man einer anderen Fraktion in der übernatürlichen Gemeinde Respekt und Höflichkeit zollt. Sie stichelt, was das Zeug hält und erinnert Genevieve mit Genuss daran, dass sie das Baby töten müssen.

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